Butterstulle

Die Geschichte der Butterstulle(n)

Die Butterstulle - ein deutscher Klassiker | Wie alles begann | Eberswalder Straße | Abschied vom Bistro

Abschied vom Bistro

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Bistro geschlossen!

Liebe Gäste des Butterstulle BISTRO
in der Marienstraße 25.
Unser Bistro bleibt nun leider
für immer geschlossen.

Nach über 17 Jahren Butterstulle BISTRO haben verschiedene Tatsachen nicht mehr richtig zueinander gepasst und wir mussten uns dazu entscheiden, das Bistro zu schließen.

Es blieb leider nicht mal richtig Zeit, sich zu verabschieden. Wenn Sie nun vor verschlossener Tür stehen, verzeihen Sie uns bitte unsere kurzfristige "Flucht".

Wir hatten eine schöne Zeit. Wir haben Sie gern bekocht und umsorgt, auch mal ein Schwätzchen gehalten und so manche Träne getrocknet. Kinder sind groß geworden und Haare ergraut.

Wir sagen DANKE und hoffen, Sie werden sich gerne an uns erinnern.

(Marienstraße 25, 31.03.2017)

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Wie alles begann

Berlin, unendliche Möglichkeiten. Wir schreiben das Jahr 1999. Dies sind die Abenteuer der Besatzung der Butterstulle.

Gestartet mit dem Ziel, der liebsten Zwischenmahlzeit der Deutschen zu einem glorreichen Comeback zu verhelfen, erweckt sie alte kulinarische Traditionen zu neuem Leben, dringt furchtlos auf neue Märkte vor und betritt Geschmackswelten, jenseits derer, die sich viele Berliner bis dahin vorstellen konnten.

Alles beginnt mit einer 50 m2 großen Sandwichbar. Dank ihres leckeren Angebots und der strategisch perfekten Lage in der Friedrich-Wilhelm-Stadt wird die Butterstulle schon bald von den ersten Bundesbediensteten, Verbänden und Firmen entdeckt, die sich hier, in der Nähe zum neuen Bundestag, niedergelassen haben. Anfangs belächelt, wächst die Butterstulle allmählich zu einem beliebten Lieferanten heran.

Qualität und Service sind ganz nach dem Geschmack der neuen und alten Berliner. Die eine oder andere wichtige politische Entscheidung in der Hauptstadt fällt unmittelbar vor, während oder nach dem Genuss unserer leckeren Brote.

Dann kommen die ersten Fragen: Könnt ihr auch richtiges Catering? Wie ist es mit Feinkost? Und mit regionalen Produkten? Zudem entstehen im Regierungsviertel immer mehr Bauten, die schon bald weitere ständig hungrige Beamte, Politiker und Angestellte beherbergen. Eine neue Küche muss her. Und vor allem ein bisschen mehr „Space“ für Bio und Feinkost. Bereits Jahre vor dem Boom ist die Butterstulle auf „Öko“ eingestellt.

Kanzler, Minister und Staatssekretäre kommen und gehen. Aber die Butterstulle bleibt und wächst weiter. Aus der Sandwichbar ist längst ein Bistro nebst Natur- und Feinkostladen geworden. Und das Cateringgeschäft erreicht ganz neue Dimensionen.

(Berlin 2009)

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Die Butterstulle
Ein deutscher Klassiker

Seit fast 700 Jahren bereiten sich die Menschen hierzulande Butterbrote. Ob als Bemme, Knifte oder Schnitte, ob pur, mit Schinken, Wurst, Käse, Marmelade, Schnittlauch, Ei oder Fisch – was Martin Luther einst die „Putterpomme“ nannte und Goethe seinen Werther mit Kindern teilen ließ, gehört zum deutschen Kulturgut wie Beethoven, das Oktoberfest und der Gartenzwerg. Kein Wunder, dass an jedem letzten Freitag des Septembers der „Tag des Butterbrots“ begangen wird.

Auch wenn aus den Stullen und Schnittchen mitunter vornehme Canapes wurden und auf Schulhöfen nur noch selten „Butterstullen“ getauscht werden, so schmieren sich dennoch auch heute noch die meisten unserer Mitbürger täglich ihre Butter auf Scheiben ihrer favorisierten Brotsorte, von denen es in Deutschland immerhin 300 gibt.

Als Frühstück, Proviant, Pausenbrot, Abendbrot oder Hasenbrot ist die Butterstulle ein echter Klassiker, der bislang noch jedem Ernährungstrend getrotzt hat.

Aus der deutschen Umgangssprache sind die „Butterstulle“ und ihre Verwandten nicht wegzudenken.

So lässt sich keiner gern „die Butter vom Brot nehmen“ oder arbeitet lediglich „für ein Butterbrot“ (eine Formulierung, die inzwischen durch den Begriff „Mindestlohn“ ersetzt wurde). Und bei einer „heißen Schnitte“ schauen besonders die Männer genauer hin. Selbst in die russische und die usbekische Sprache hat es das „Buterbrod“ geschafft.

Auch wenn sich unser Sortiment in den Jahren unseres Bestehens deutlich erweitert hat, werden wir auch in Zukunft die Fahne der „Butterstulle“ hoch halten. Wann immer Sie Lust auf den Klassiker haben, kommen Sie doch einfach vorbei. Wir garantieren Ihnen: Mindestens einen Moment lang ist dann alles in Butter.

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